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Die Gefahren der Energieerzeugung in Atomkraftwerken war nun nicht mehr zu übersehen. Schon im Jahr davor hatte das Freiburger Öko-Institut hatte ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: „Die Energiewende ist möglich“. Das war wie ein Versprechen in die Zukunft. Der Macht der großen Energieversorgungsunternehmen musste etwas entgegengesetzt werden. Energieerzeugung sollte wieder in kommunale Hände gelegt werden.

An vielen Orten entstanden Energiewende-Komitees, die darüber diskutierten, wie man lokal etwas für die Energiewende tun könnte. Auch die Hausgemeinschaft in der Angerstraße hatte ihre Diskussionsrunden. Im Jahr 1990 wurde mit Unterstützung des 1000-Dächer-Programms der Bundesregierung eine 1,9 KW-Solaranlage aufs Dach gesetzt. Und 1991 wurde im Keller des Hauses Angerstraße 12a ein Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut, das erste in Göttingen in einem Wohnhaus. Über die Vergütung des eingespeisten Stroms wurde mit dem lokalen Energieversorger viel und leider ohne Erfolg gestritten. Die Energieversorgungsunternehmen, zeigten sich stur gegenüber solchen Zukunftsentwicklungen der alternativen Stromerzeugung.

In der Eigentümerversammlung der Angerstraße 12a entstand der Plan, ein Windrad zu bauen.

Seit dem Scheitern des GROWIAN – Projektes mit einem Rotordurchmesser von 100 m und einer Nennleistung von 3 MW im Jahre 1987 war es um die Windräder still geworden. Man war der allgemeinen Überzeugung, dass Windkraftanlagen mit mehreren MW Leistung technisch und wirtschaftlich nicht handhabbar seien. Doch schon in den Jahren zuvor hatten Tüftler mit der Konstruktion kleiner Windkraftanlagen begonnen. So bot der Ingenieur Aloys Wobben, Gründer der Firma Enercon, eine E-15 mit 55 kW Leistung an. In den Folgejahren wurden seine Anlagen größer und leistungsfähiger. Heute ist man in der Entwicklung bei der hundertfachen Nennleistung angelangt und hat auch die Leistung des GROWIAN überholt.  Der große Erfolg der Firma Enercon setzte im Jahr 1993 mit der Vorstellung der E-40 (500 KW Leistung) ein. Dies war die erste getriebelose Anlage. Sie wurde bis zum Jahr 2002 fast 2000 mal gebaut.

Genau solch eine E-40 wurde 1996 auch in Deiderode aufgestellt und läuft bis zum heutigen Tage.