Repowering Deiderode

Die Windrad EVA 1 GmbH & Co. KG und die Windkraft Diemarden GmbH & Co. KG betreiben seit 30 Jahren Windräder nördlich von Deiderode. Wir möchten die Anlagen gemeinsam repowern, also die drei Altanlagen abbauen und eine oder zwei neue, wesentlich größere und leistungsfähigere Anlagen aufbauen. Die Flächen nördlich von Deiderode sind nach unserer Einschätzung sehr gut für die Windenergienutzung geeignet, sind aber im Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreis Göttingen nicht als Windvorranggebiete ausgewiesen worden. Dank zahlreicher Gesetzesänderungen der letzten Jahre ist allerdings ein Repowering auch außerhalb ausgewiesener Flächen zulässig, welches wir für unser Vorhaben nutzen möchten.

Der Kontakt zu Eigentümern möglichen Standortflächen ist schon vor längerer Zeit aufgenommen. Gespräche mit dem Ortsrat und mit dem Landkreis Göttingen haben stattgefunden. Am 10. Juni 2026 ist eine Informationsveranstaltung bzgl. eines Repowerings der WEA in Deiderode geplant.

Federführend beim Antrag für eine Baugenehmigung ist die Windkraft Diemarden GmbH & Co. KG. Als Betreibergesellschaft für das neu zu errichtende Windrad ist die Gründung einer Genossenschaft geplant, an der sich die Bürger beteiligen können.

Warum macht Repowering die Stromproduktion effizienter?

Auf der Seite des Bundesverbandes Windenergie (BWE) liest man dazu Folgendes:

„Neue Anlagen sind höher und haben einen größeren Rotordurchmesser. In Kombination mit leistungsfähigeren Generatoren erhöht dies die Kapazität der WEA erheblich. Und auch die Ressource Wind schöpfen die neuen Modelle besser aus. Da der Wind in den Höhen gleichmäßiger und stärker weht, laufen größere Anlagen häufiger unter voller Ausnutzung ihrer Leistung. In der Konsequenz bedeutet dies: Wird an einem Standort ein Repowering durchgeführt, so kann die Anzahl der dort aufgestellten Anlagen reduziert und gleichzeitig mehr Strom ins Netz eingespeist werden. Eine Faustformel für Repowering-Projekte lautet hierbei, dass bei einer Halbierung der Anlagenzahl eine Verdopplung der Leistung und eine Verdreifachung des Stromertrags erzielt werden kann. Die vorhandene Fläche wird somit effektiver genutzt und es werden deutschlandweit in der Summe weniger WEA benötigt. Nicht zuletzt macht die Erneuerung von Windparks die Stromversorgung stabiler. Da die höheren Anlagen in ihrer Energieproduktion stetiger sind, erlauben sie verlässlichere Einspeiseprognosen und können besser für flexible Lastenausgleiche eingesetzt werden.“

https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/repowering/  aufgerufen am 20.03.2026

Warum profitieren Anwohnende und Kommunen vom Repowering ?

Auf der Seite des Bundesverbandes Windenergie (BWE) liest man dazu Folgendes:

„Repowering ist Immissionsschutz: Moderne Windenergieanlagen sind leiser als ihre „Vorgänger-Modelle“ und dank des größeren Rotorumfangs wirken ihre Drehbewegungen ruhiger. Die Reduzierung der Anlagen kann außerdem das Landschaftsbild entzerren. Ebenfalls positiv: Beim Repowering entfällt die Flächenakquise, stattdessen wird ein bewährter Standort mit bereits vorhandenen Zuwegungen und Netzanschlüssen genutzt. Dies bedeutet, dass die notwendigen Baumaßnahmen geringer ausfallen können als beim Neubau, und den Anwohnenden der Blick auf „ihre“ WEA bereits bekannt ist. Kommunen wiederum profitieren von höheren Einnahmen, die mit den gesteigerten Ertragsmengen einhergehen, etwa durch die Zahlungen nach § 6 EEG sowie durch die Gewerbesteuer.“

https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/repowering/ aufgerufen am 20.03.2026